Startseite›Blog›Standort›Deggendorf
Wo im Landkreis welche Preise gelten
Zwischen der teuersten und der günstigsten Gemeinde im Landkreis liegt fast der Faktor drei. Wir gehen die Orte durch – und erklären, was die Unterschiede treibt.
Die Spitzengruppe
Metten führt den Landkreis beim Bauland mit rund 392 Euro pro Quadratmeter an – knapp vor der Stadt Deggendorf. Das Kloster, die Nähe zur Donau und die kurze Anbindung nach Deggendorf machen den Ort für Familien attraktiv. Bei Eigentumswohnungen werden etwa 3.580 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, bei Einfamilienhäusern rund 2.860 Euro.
Offenberg folgt mit 383 Euro, Plattling mit 376 Euro pro Quadratmeter Bauland. Plattling profitiert vom ICE-Halt und der Lage am Kreuzungspunkt der Bahnstrecken; mit rund 13.270 Einwohnern ist es die zweitgrößte Kommune im Kreis. Wohnungen liegen dort bei etwa 3.435 Euro, Häuser bei 2.636 Euro pro Quadratmeter.
Niederalteich mit 355 und Hengersberg mit 351 Euro schließen die obere Gruppe ab.
Das Mittelfeld
Osterhofen ist mit gut 12.000 Einwohnern die drittgrößte Kommune und liegt beim Bauland bei rund 233 Euro. Bei den Objektpreisen zeigt sich ein auffälliges Bild: Wohnungen legten zuletzt um knapp sieben Prozent auf etwa 3.130 Euro zu, während Häuser um rund zehn Prozent auf 2.478 Euro nachgaben. Bei den kleinen Fallzahlen einer Gemeinde dieser Größe sind solche Ausschläge mit Vorsicht zu lesen.
Stephansposching liegt bei 201, Otzing bei 195, Auerbach bei 171 Euro pro Quadratmeter Bauland.
Der Bayerische Wald
Die Gemeinden im Wald bilden die untere Gruppe: Schaufling und Grattersdorf mit je rund 173 Euro, Bernried mit 168, Lalling mit 158, Grafling mit 157, Hunding mit 154 und Aholming mit rund 147 Euro pro Quadratmeter.
Für Objektpreise gibt es im Lallinger Winkel kaum belastbare Daten – zu wenige Verkäufe. Was es dort gibt, ist eine andere Nachfrage: Zweitwohnsitze und Ferienimmobilien spielen eine größere Rolle als der klassische Familienkäufer. Wer dort verkauft, sollte entsprechend anders vermarkten.
Eine Geschichte, die den Markt erklärt
2013 stand Fischerdorf unter Wasser. Das Hochwasser führte zu 19 Tagen Katastrophenalarm, über 6.000 Menschen wurden evakuiert, der Schaden lag bei rund 500 Millionen Euro, 209 Gebäude mussten abgerissen werden.
Heute ist Fischerdorf mit rund 4.320 Euro pro Quadratmeter der teuerste Ortsteil Deggendorfs. Dazwischen liegen ein auf HQ100 ertüchtigter Polder, fertiggestellte Deiche in Bergham, Fehmbach und Natternberg sowie der neue Isardeich.
Die Lehre daraus gilt über Fischerdorf hinaus: Ein realisierter, dokumentierter Hochwasserschutz hebt den Preisabschlag auf. Ein geplanter tut das nicht. Wenn Sie in einem betroffenen Gebiet verkaufen, gehören die Nachweise in die Unterlagen – nicht in die Verhandlung.
Häufige Fragen
Warum gibt es für manche Orte keine Preisangaben?
Ist eine Immobilie im Hochwassergebiet unverkäuflich?
Lohnt sich der Verkauf einer Ferienimmobilie im Wald?
Wir antworten persönlich und ohne Verkaufsdruck.
Das könnte Sie auch interessieren
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.